Wort halten! Budget für Integrationskurse erhöhen

Wort halten! Budget für Integrationskurse erhöhen

Integrationskurse sind der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe, erfolgreiche Arbeitsmarktintegration und den Zusammenhalt in Deutschland. Sie vermitteln Sprache, Orientierung und Perspektiven – und helfen dabei, dem wachsenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Umso unverständlicher ist es, dass die Bundesregierung trotz anderslautender Versprechen die Finanzierung der Integrationskurse massiv kürzen will. Bereits heute fehlen ausreichende Kursplätze, und viele Menschen werden von Sprachförderung ausgeschlossen. Weitere Kürzungen würden Integrationschancen verschlechtern, den Fachkräftemangel verschärfen und bewährte Strukturen bei Trägern und Lehrkräften gefährden.

Wir sagen: Integration braucht Investitionen statt Sparpolitik. Die Bundesregierung muss ihre Zusagen einhalten und die Mittel für Integrationskurse deutlich aufstocken. Wer gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken will, darf bei der Sprache nicht sparen.

Die BAW fordert gemeinsam mit einem breiten Verbändebündnis: mindestens 900 Millionen Euro für Integrationskurse im Bundeshaushalt 2027, einen gleichberechtigten Zugang für alle zugewanderten Menschen sowie eine angemessene Finanzierung der Kursträger und Lehrkräfte. Integration braucht Verlässlichkeit – die Politik muss ihr Wort halten.

Link zum „Positionspapier Integrationskurse“. Der Link öffnet als pdf, nicht auf Barrierefreiheit geprüft: Positionspapier Integrationskurse

BAW fordert gemeinsam mit dem Bündnis Gesamtprogramm Sprache retten: Zulassungsstopp für Integrationskurse sofort aufheben 

BAW fordert gemeinsam mit dem Bündnis Gesamtprogramm Sprache retten: Zulassungsstopp für Integrationskurse sofort aufheben

Die Bundesarbeitsgemeinschaft „Andere Weiterbildung e.V.“ engagiert sich im Bündnis „Gesamtprogramm Sprache retten“ und fordert gemeinsam mit zahlreichen Trägern auf Bundesebene die sofortige Aufhebung des Zulassungsstopps zu Integrationskursen.

Sprache ist der Schlüssel zu Bildung, Arbeitsmarktintegration und gesellschaftlicher Teilhabe. Wer Integrationskurse beschneidet, gefährdet soziale Gerechtigkeit, Fachkräftesicherung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Kurzfristige Einsparungen erzeugen langfristige soziale und ökonomische Folgekosten. Die Einschränkung der Berechtigung für Integrations- und Sprachkurse von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt verschärft diese Situation dramatisch. Betroffen sind unter anderem Geflüchtete aus der Ukraine, Menschen im Asylverfahren, Geduldete sowie Unionsbürger*innen. Gleichzeitig werden die Strukturen der Sprachförderung in den Erwachsenenbildungseinrichtungen zerstört.

Die BAW engagiert sich bundesweit mit über 160 Mitgliedsorganisationen der gemeinwohlorientieren Weiterbildung zusammen stehen wir für eine offene, demokratische und solidarische Gesellschaft.

Wir unterstützen den Appell des Bündnisses an das Bundesinnenministerium, die Integrationskurse gemäß § 44 Abs. 4 AufenthG uneingeschränkt zugänglich zu halten und die eingeplanten Haushaltsmittel konsequent zu nutzen. Frühzeitige Sprachförderung stärkt individuelle Perspektiven, wirtschaftliche Entwicklung und eine vielfältige Gesellschaft langfristig.

Im Bildungsnetzwerk der BAW arbeiten über 160 Mitgliedsorganisationen der gemeinwohlorientieren Weiterbildung zusammen, die durch die drohende Rechtsunsicherheit beim Einsatz von freiberuflichen Dozierenden, vor große Herausforderungen gestellt sind.

Gemeinsam mit anderen großen Verbänden haben wir uns im Rahmen der AG Gemeinwohlorientierte Weiterbildung engagiert und möchten dafür werben, zeitnah Kriterien für die Freiberuflichkeit von Honorarkräften zu definieren, die für die Einrichtungen eindeutig, nachvollziehbar und in der Praxis ohne zusätzlichen bürokratischen Aufwand umsetzbar sind.

Link zum Appell Bündnis „Gesamtprogramm Sprache retten“. Der Link öffnet als pdf, nicht auf Barrierefreiheit geprüft: Appell.